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Meine persönlichen Highlights der WWDC 2021

Inzwischen ist sie bereits wieder zu Ende, die wohl wichtigste Woche für Apple Developer. Ich weiß, die Session-Videos der diesjährigen WWDC stehen natürlich weiterhin zur Verfügung und in gewisser Weise ist WWDC so gesehen das gesamte Jahr über. Ich genieße es aber sehr, innerhalb der eigentlichen Woche, in der die WWDC stattfindet, auch entsprechend viel Zeit auf dieser Konferenz zu verbringen (die auch 2021 zum zweiten Mal in rein digitaler Form stattfand).

Und was für eine WWDC das in diesem Jahr war! Es mag zwar nicht dieses eine große sensationelle neue Ding dabei gewesen sein, wie einst bei der Vorstellung von Swift oder von SwiftUI. Ich selbst feiere aber die vielen kleinen Neuerungen, Optimierungen und Verbesserungen, die die Entwicklung für Apple-Plattformen in ihrer Gesamtheit auf ein neues Level hieven. Und diesen Artikel hier möchte ich dazu nutzen, euch von jenen Neuerungen, Optimierungen und Verbesserungen meine persönlichen Highlights vorzustellen. Und ich freue mich darauf, von euren zu erfahren. 🙂

Xcode Cloud

Mit Xcode Cloud erhalten wir Apple Developer im nächsten Jahr einen neuen Service an die Hand, der sich um die komplette CI-Abdeckung inklusive Testausführung und Veröffentlichungen von Releases kümmert. Gerade die Möglichkeit, Tests auf allen möglichen Apple Devices und den verschiedensten OS-Versionen auszuführen, klingt für mich unheimlich spannend. Auch darüber direkt Veröffentlichungen anzustoßen (sei es ein neuer Release im App Store oder eine neue Beta via TestFlight) macht definitiv Lust auf mehr. Und apropos Beta: TestFlight kommt auf den Mac! Das war zwar meiner Ansicht nach längst überfällig, aber wie heißt es so schön: Besser spät als nie.

Ach ja, und apropos Beta die Zweite: Momentan läuft Xcode Cloud in einem limitierten Beta-Stadium. Ich habe mich dafür registriert, stehe aber noch auf der Warteliste. Sobald ich einmal die Chance habe, Xcode Cloud selbst auszuprobieren, berichte ich euch sehr gerne von meinen Erfahrungen damit.

Xcode auf dem iPad; aka Swift Playgrounds

Ja, es wurde auch in diesem Jahr nichts, mein Wunsch nach einer dedizierten Xcode-Version für iPadOS wurde wieder nicht erhört. Aber Apple hat es geschafft, mir eine in meinen Augen absolut ausreichende Alternative an die Hand zu geben. So wird es allen Ernstes möglich sein, zukünftig mit der Swift Playgrounds-App iOS-Apps direkt auf dem iPad zu entwicklen. Und ehrlich: Mehr wünsche ich mir für den Moment gar nicht!

Grundlage für die App-Entwicklung sind Swift und SwiftUI. Das macht auch absolut Sinn, bietet SwiftUI doch die deutlich komfortableren Möglichkeiten zur Erstellung von User Interfaces im Vergleich zu UIKit. Außerdem „nötigt“ Apple Entwickler so geschickt dazu, sich mit ihrem neuen UI-Framework auseinanderzusetzen, sofern Sie Apps auch auf dem iPad entwickeln wollen. Apple weiß eben, wie Sie ihre präferierten Technologien ihren Entwicklern schmackhaft machen (ich sag nur Widgets, *hust*).

Neben der eigentlichen App-Entwicklung wird es auch möglich sein, Apps direkt vom iPad aus via App Store Connect für den Vertrieb im App Store hochzuladen. Theoretisch reicht also dann ein iPad aus, um vollwertige Apps für iOS entwickeln zu können.

Leider bietet Apple bisher keine Beta-Version dieses extrem spannenden Swift Playgrounds-Updates an. Sollte es auch tatsächlich vorab keine Beta dazu geben, erzähle ich euch spätestens dann von meinen Erfahrungen, wenn die finale Version von Swift Playgrounds zur Verfügung steht. Denn ihr dürft mir glauben: App-Entwicklung auf dem iPad muss ich unbedingt ausprobieren! Danke dafür, Apple!

SwiftUI

Tja, SwiftUI, was soll ich sagen? Das Framework entwickelt sich weiter, und das auf sehr angenehme Art und Weise. Es wird im Herbst kein dediziertes neues Mega-Killer-Feature für SwiftUI geben. Stattdessen erhält das Framework eine Vielzahl vieler kleiner bis mittelgroßer Neuerungen und Optimierungen.

So lassen sich endlich native Suchfunktionen mit SwiftUI umsetzen. Es gibt Swipe-Actions für Zellen in Listen (komplett customizable, holla der Waldschrat!). macOS erhält eine Table-View (sehr nice!). Text-Views können mit Attributed Strings umgehen. Das Keyboard lässt sich über Textfelder flexibler steuern (endlich!). Und apropos Keyboard: SwiftUI ermöglicht es nun, eigene Befehle in die Toolbar der virtuellen Bildschirmtastatur zu packen. Well done, Apple.

Auf jeden Fall hat die WWDC 2021 erneut gezeigt, welch hohen Stellenwert SwiftUI bei Apple besitzt und das es das präferierte Framework zur Entwicklung von Apps für macOS, iOS und Co. darstellt.

In diesem Zuge möchte ich euch unbedingt auch eine Session zu SwiftUI ans Herz legen. In „Demystify SwiftUI“ erläutert Apple einige der grundlegenden Konzepte hinter SwiftUI und sorgt so für ein deutlich besseres Verständnis, warum manche Dinge in SwiftUI so sind, wie sie sind. Falls ihr die Session nicht sowieso schon gesehen habt, kann ich sie euch wahrlich nur wärmstens empfehlen: https://developer.apple.com/wwdc21/10022

Fazit

Natürlich bot die WWDC 2021 noch so viel mehr, auch abseits all der Neuerungen für Developer. Über iOS 15, watchOS 8 oder macOS Monterey (an den Namen muss ich mich erst noch gewöhnen …) habe ich nicht einmal ein Wort verloren. Doch mit den in diesem Artikel genannten Neuerungen und Updates hat Apple mich am meisten überzeugt und beeindruckt. Ich bin enorm gespannt auf Xcode Cloud, freue mich auf die kommenden Neuerungen in SwiftUI, und werde es lieben, endlich auf dem iPad iOS-Apps programmieren zu können.

Was waren eure persönlichen Highlights der diesjährigen WWDC? Teilt ihr meine Euphorie, oder gab es andere Themen, die euch mehr überzeugt haben? Ich freue mich auf den Austausch mit euch. 🙂

Euer Thomas

Ein Kommentar

  1. Sergio Sergio

    Persönlich bin ich entäuscht von wwdc21. Ich hatte erwartet:

    – ankündigung neuer mac book pro mit neuem prozessor :-))

    – swiftUI mit mehr grafischen möglichkeiten fur die darstellung dreidimensionaler objekten

    – macOS auf iPad

    Alles das hat nicht stattgefunden und ich bin tief entäuscht. :-))

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