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WWDC 2019: Ein Feuerwerk für Developer

Aktuell findet in San Jose Apples alljährliche Entwicklerkonferenz WWDC (Worldwide Developers Conference) statt und – holly molly! – was hat Apple dieses Jahr dort doch für ein Feuerwerk abgeliefert! Zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Artikel erscheint, ist die WWDC zwar noch in vollem Gange, die Eröffnungs-Keynote liegt aber bereits hinter uns und Betaversionen der diversen Neuvorstellungen stehen zum Download bereit.

Das möchte ich zum Anlass nehmen, an dieser Stelle einmal meine bisherigen persönlichen Highlights der Keynote zusammenzufassen. Darunter finden sich auch viele Themen, die wir mit Sicherheit in der nächsten Zeit hier auf dem Blog und auch auf YouTube ausführlich behandeln werden. 🙂

Unabhängige Apple Watch-Apps

Es ging schon relativ zu Beginn mit einem richtigen Hammer los, der in meinen Augen bisher noch nicht die Aufmerksamkeit erhalten hat, die er verdient:

Apps für Apple Watch werden unabhängig vom iPhone. Und damit meine ich komplett unabhängig.

Mit Xcode 11 lassen sich erstmals Apps ausschließlich für watchOS und die Apple Watch entwickeln, ohne dass es dazu eine Companion-App für das iPhone braucht. Das ist ein enormer Schritt für die Apple Watch, nicht zuletzt, da in watchOS 6 logischerweise auch der App Store Einzug hält.

Es ist wahr: Es können mit Xcode 11 und watchOS 6 auch reine Apple Watch-Apps entwickelt werden.
Es ist wahr: Es können mit Xcode 11 und watchOS 6 auch reine Apple Watch-Apps entwickelt werden.

Die Apple Watch wird so zu einem gewaltigen Teil eigenständiger und weniger abhängig vom iPhone. In meinen Augen ist diese Entwicklung ähnlich wie die von iPhone und iPad, die in ihren Anfangszeiten zwingend über einen Computer mit iTunes aktiviert werden mussten (erinnert sich noch jemand außer mir an diese heute so rückständig wirkenden Zeiten?). Heute lassen sie sich vollständig und ohne Einschränkungen betreiben, ohne dass diese Devices auch nur einmal mit einem Computer verbunden werden müssen.

Womöglich erwartet uns langfristig mit der Apple Watch eine ähnliche Entwicklung. Die Tatsache, dass sie seit der Series 3 auch als Cellular-Version zur Verfügung steht und es nun für Apps auch keine iPhone-Variante mehr braucht, ist in meinen Augen zumindest ein starkes Signal in genau diese Richtung.

Vom iPad zum Mac

Es wurde bereits letztes Jahr angekündigt, dass Apple an einer Technologie arbeitet, um iPad-Apps möglichst unkompliziert auf den Mac zu bringen. Unter dem Namen Project Catalyst wird das ganze nun Realität. Die neue Version 11 von Xcode erlaubt es erstmals, iPad-Apps auch direkt auf dem Mac auszuführen (einzige Voraussetzung: der Mac benötigt wenigstens die neue Version 10.15 Catalina).

Vom iPad zum Mac: Dank Project Catalyst wird dieser Traum nun Wirklichkeit.
Vom iPad zum Mac: Dank Project Catalyst wird dieser Traum nun Wirklichkeit.

Noch ist nicht klar abzusehen, wie einfach oder kompliziert es sein wird, bestehende iPad-Apps so auf den Mac zu bringen (und das in einer Form, in der Funktionen des Macs wie die Menüleiste, Kontextmenüs und Tastaturkurzbefehle auch ordentlich unterstützt werden). Das Ganze scheint nach bisheriger Begutachtung aber sehr durchdacht zu sein und macht einen vielversprechenden Eindruck.

Das ist sicherlich eines der Themen, denen wir uns in den kommenden Wochen ausführlicher widmen werden. 🙂

SwiftUI

Ebenfalls widmen werden wir uns SwiftUI. Um es kurz zu machen (und wie ich kürzlich auf Twitter schrieb): dieses neue Framework von Apple ist Killer! Es fungiert als Alternative zu AppKit, UIKit und WatchKit, um damit User Interfaces für eigene Apps zu entwerfen. Die sollen auf allen Plattformen von Apple auch entsprechend gut aussehen.

Für mich als Apple Developer beginnt damit eine Zeit des Lernens, wie ich sie in dieser Form zuletzt erlebt habe, als Swift als neue Programmiersprache vorgestellt wurde (und das ist inzwischen auch schon wieder fünf Jahre her).

Swift, SwiftUI und Xcode: Das moderne Toolset für Apple Developer
Swift, SwiftUI und Xcode: Das moderne Toolset für Apple Developer

Doch SwiftUI verspricht, so vieles einfacher, besser und übersichtlicher zu machen, nicht zuletzt dank einer großartigen Integration in Xcode 11. Dank der werden Änderungen nämlich direkt in einer Vorschau und selbst parallel zur Ausführung der App im Simulator live angezeigt. Das ist mehr als beeindruckend, und ich selbst kann noch gar nicht so recht absehen, wie sehr sich das (positiv!) auf meinen Entwickeralltag ausüben wird.

Noch noch so viel mehr …

Ich könnte an dieser Stelle gefühlt noch endlos weiterschreiben. iPadOS, der neue Mac Pro, Xcode 11, Sign In with Apple … Diese WWDC gehört für mich ohne Zweifel zu einer der beeindruckendsten, die ich bisher erlebt habe! Noch dazu wurde die Keynote in einem so hohen Tempo abgehalten, das viele der Neuerungen bisher noch gar nicht so recht an die Oberfläche gedrungen sind.

Für Apple Developer bedeutet das vor allen Dingen eines: eine enorm spannende Zeit. 🙂 Ich werde in den kommenden Wochen mich in diverse Themen, die auf der diesjährigen WWDC behandelt werden, intensiv einarbeiten und im Anschluss passende Artikel hier auf dem Blog sowie Videos auf YouTube bereitstellen. Und natürlich erwartet auch das Swift-Handbuch im Herbst ein entsprechend umfangreiches E-Book-Update. 😉

Falls ihr selbst ganz konkrete Themenwünsche habt lasst einfach einen Kommentar da, dann werde ich gerne versuchen, die bei der Planung der kommenden Beiträge zu berücksichtigen. 🙂

Euer Thomas

4 Kommentare

  1. Sergio Sergio

    für mich wäre schöner wenn Du statt eine erweiterung des swift-buch, ein neues buch nur über swiftUI schreiben wurdest.

    Wie man apps für iOS, iPadOS, macOS, watchOS nur mit swiftOS programmiert, ohne die ‚alten‘ objectiveC frameworks.

    • Vielen Dank für dein Feedback! Die Idee an sich gefällt mir gut und ich werde in den kommenden Wochen wohl sehr ausführlich mit dem Carl Hanser Verlag darüber diskutieren, wie wir mit all den neuen Inhalten der WWDC in Bezug auf unsere Buchprojekte umgehen werden. 🙂

      SwiftUI wird aber in jedem Fall in nächster Zeit eine sehr große Rolle spielen, egal in welcher Buchform ich es letztlich zu Papier bringe. 🙂 Artikel hier auf dem Blog und Videos dazu auf YouTube folgen ebenfalls in Bälde. 🙂

      Beste Grüße,
      Thomas

  2. Sergio Sergio

    SwiftUI braucht swift 5.1 deshalb am schönsten wäre wenn Du das buch ’swift 3 im detail‘ erweitern wurdest in ’swift 5.1 mit swiftUI im detail‘.

    • Gespräche mit dem Verlag in diese Richtung haben begonnen, warten wir mal ab was daraus wird. 😉

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